Allgemeine Information zu Lern- und Arbeitstechniken

Über Jahre hat die Psychologie eine Reihe von Erkenntnissen gewonnen, die für eine optimale Vorbereitung auf so ein wichtiges Ereignis wie eine Prüfung eine große Hilfe sein können. Diese Erkenntnisse beziehen sich auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes und das Einprägen des Prüfungsstoffes.

Arbeitsplatz:

Es sollte darauf geachtet werden, dass der Arbeitsplatz möglichst frei von Störfaktoren und daher lernfördernd gestaltet ist. Lärm, Musik, unangemeldete Besuche und Anrufe – sollten stark eingeschränkt werden. Ist der Schreibtisch gut sortiert und alle Arbeitsmaterialien sind in Reichweite vorhanden, spart dies wertvolle Zeit, die nicht mit unnötigem Suchen verbracht wird. Sowohl die Beleuchtung wie auch der Stuhl sollten als angenehm empfunden werden.

Arbeitszeit:

Die beste Arbeitszeit ist individuell sehr verschieden. Hier gilt es heraus zu finden, wann die Aufnahmefähigkeit am höchsten ist. Nicht jeder kann direkt nach dem Aufstehen mit dem Lernen beginnen, sondern benötigt erst einmal ein gutes Frühstück mit einem starken Kaffee um wach zu werden. Andere wieder arbeiten am effektivsten nachts. Grundsätzlich ist es am besten, dann zu lernen, wenn man sich körperlich fit und energiegeladen fühlt. Ist man schlapp und müde lässt sich auch bei größter Motivation neuer Stoff nur schwer behalten. Ist der Biorhythmus am Boden braucht man länger, um etwas zu verstehen und die Merkfähigkeit ist deutlich eingeschränkt.
Die “laschen” Phasen lassen sich gut für andere Verpflichtungen oder Aktivitäten wie etwa Einkaufengehen, Spazierengehen, Aufräumen etc. nutzen.

Auch die Häufigkeit einzelner Pausen ist individuell sehr verschieden. Wer seinen Rhythmus kennt und weiß, wie lange er konzentriert arbeiten kann, plant seine Pausen von vornherein bewusst ein und sollte sie auch strikt einhalten. Die Lernblöcke sollten individuell zwischen 30 und 90 Minuten liegen. Anschließend lässt die Konzentration merklich nach.

Lernstoff:

Für eine optimale Vorbereitung ist es gut zu wissen, welchen Umfang der Prüfungsstoff hat und welche Themen drankommen. Hier denken viele Betroffene alles voll im Griff zu haben. Um ganz sicher zu gehen, sollte man sich aber folgende Fragen stellen:

  • Wurde schon persönlich mit dem Prüfer gesprochen, was genau in der Prüfung verlangt wird?
  • Besteht die Möglichkeit, einer ähnlichen Prüfung bei demselben Prüfer oder einem anderen Prüfer beizuwohnen? Wurde dies bereits getan oder wird dies noch beabsichtigt?
  • Wurde sich mit anderen unterhalten, die bereits die Prüfung abgelegt haben, und wie waren deren Erfahrungen?
  • Wurde sich darüber informiert, welche Fragen der Prüfer bisher stellte, ob der Prüfer ein Lieblingsthema hat, und ob er auf bestimmte Themen besonderen Wert legt? Mag er kurze sachliche Antworten oder hört er gerne große Ausführungen mit viel Hintergrundwissen und fächerübergreifenden Aspekten?
  • Gibt es Informationen über die Prüfungsordnung und die Möglichkeiten der Prüfungswiederholung?

Weitere Informationen folgen in Kürze!

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