Blackout bei Prüfungen

Blackouts treten viel seltener auf als befürchtet. Sollte es trotz bester Vorbereitung dazu kommen, gilt es: Ruhe bewahren! Das Gelernte ist nicht gänzlich weg. Es ist nur vorübergehend nicht abrufbar! Damit es gar nicht erst dazu kommt, kannst Du im Vorfeld aktiv werden.

Dem Blackout entgegenzuwirken ist die beste Voraussetzung: gut vorbereitet in die Prüfung zu gehen. Effiziente Lerntechniken und ein realistischer Zeitplan sind eine Selbstverständlichkeit.

Bei schriftlichen Prüfungen kann es sinnvoll sein, gleich zu Beginn alle gelernten Formeln oder Fachbegriffe hintereinander auf der Rückseite des Aufgabenblattes aufzuschreiben, bevor man mit der eigentlichen Arbeit beginnt, um später keine wesentlichen Merkmale zu vergessen oder in Panik nicht mehr abrufen zu können. Wenn man unsicher wird oder kleine „Hänger“ hat, helfen einem diese Notizen oft weiter. Manchmal hat man auch in der mündlichen Prüfung die Gelegenheit, etwas zu notieren.
In der Vorbereitung hat es sich bewährt, viel mit Akronymen und Eselsbrücken zu lernen. Diese sind in Stresssituationen oft präsenter, als reines Faktenwissen.
Hinter Akronymen verbergen sich neu gebildete Worte oder Merksätze, die sich aus den Anfangsbuchstaben der zu lernenden Fachbegriffe zusammensetzen. Der Vorteil von Akronymen ist, dass man durch die Buchstabenanzahl stets die Menge an Begriffen weiß, die es zu benennen gibt und des Weiteren helfen die Anfangsbuchstaben dabei, wieder leichter auf die Fachbegriffe zu kommen. Akronyme helfen, mit wenigen Wörtern ein sehr großes Spektrum an Fachbegriffen abzudecken. Eselsbrücken erfüllen einen ähnlichen Zweck.

Grundsätzlich sollte der gelernte Stoff gut verstanden werden und nicht nur auswendig gelernt werden. Der zu lernende Stoff sollte von vielen Ebenen betrachtet werden.

Mentale Vorbereitung: Versuchen Sie, sich die zu erwartende Prüfungssituation so bildlich vorzustellen, wie möglich. Visualisieren Sie die Situation im Prüfungsraum und mit den Prüfern so genau Sie können. Stellen Sie sich dabei möglichst alles ganz genau vor: Fragen die kommen könnten, Ihre möglichen Antworten, auch ein evtl. Blackout und wie Sie mit solch einer Situation im Geiste umgehen, wie Ihnen die Antworten wieder einfallen. Solche Mentaltrainings stärken ungemein.

Im Falle eines Blackouts sollten Sie tief durch die Nase einatmen und kräftig durch den Mund ausatmen. Bewegung kann ungemein helfen. Wenn Sie können, verlassen Sie kurz den Raum und bewegen sich kräftig durch. Bei Ängsten hat es sich bewährt, die Augen langsam von links nach rechts rollen zu lassen, Trinken Sie wenn möglich einen großen Schluck Wasser. Seien Sie ehrlich und stehen Sie dazu, gerade den Faden verloren zu haben. Vielfach hilft es auch, wenn Sie den Prüfer bitten, seine Frage zu wiederholen oder nach hinten zu stellen. Sprechen Sie sich in Gedanken Mut zu, schließlich wissen Sie, dass Sie zuvor sehr viel gelernt haben und über ein umfassendes Wissen verfügen.

Bei schriftlichen Prüfungen können Sie mit verschiedenen Techniken ihre Gedanken wieder in Fluss bringen. Nutzen Sie die Fülle der Buchstaben des Alphabets und notieren zu jedem Buchstaben was Ihnen zum Thema einfällt. Das stärkt die Erinnerung. Schreiben Sie auf einen Zettel alles, was Ihnen zum Thema einfällt auf, egal wie sinnvoll dies im ersten Moment erscheint. Oft entstehen so die besten Ideen und die Blockade wird gelöst.

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