Loci-Methode

Die Loci-Methode ist bei Gedächtniskünstlern weit verbreitet. Sie leitet sich aus dem Wort „locus“ ab, was übersetzt Ort bedeutet. Diese Methode ist gut zum Auswendiglernen an. Die einzelnen Lerninhalte werden mit Hilfe von Vorstellungsbildern an Orten abgelegt und sind dort auch wieder abrufbar.

Als ersten Schritt sucht man sich einen markanten, vertrauten Ort aus. Dies kann beispielsweise der tägliche Weg zur Universität sein. Anschließend werden für jeden zu merkenden Begriff feste Plätze vergeben. Wichtig ist hierbei, dass die Reihenfolge der Orte stets gleich ist, damit nie erlernte Begriffe ausgelassen werden können.
Geht man die Strecke nun mit seinen markanten Orten in seinen Gedanken durch, so kann man die Inhalte anhand der Vorstellungsbilder leicht wieder abrufen. Auf Grund der stets gleichen Reihenfolge, erhalten schwer zu merkende Einzelbegriffe spielerisch eine Logik und prägen sich intensiv ein (sehr geeignet für das Erlernen von chemischen Elementen oder medizinischen Fachbegriffen).

Zum Erlernen dieser Technik wird nur sehr wenig Aufwand benötigt. Ist jedoch eine Ortsabfolge einmal mit Begriffen belegt, so sollte man diese Plätze nicht zeitnah ein zweites Mal mit anderen Begriffen besetzen, um Verwechselungen zu vermeiden. Erst wenn nach längerer Zeit neuer Stoff erlernt wird, kann die Strecke wieder mit neuen Begriffen codiert werden.

Steigern lässt sich der Erfolg, indem sich aus Ort und zu erlernender Begriff mit Hilfe Ihrer Phantasie ein lustiges außergewöhnliches Bild vor dem inneren Auge ergibt. Je ausgefallener, desto einprägsamer.

Diese Methode ist bereits aus dem alten Griechenland überliefert, wo es auf Grund fehlender Aufzeichnungsmöglichkeiten besonders wichtig war, die Merkfähigkeit zu trainieren.

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