Lerntypen

Zum erfolgreichen Abschluss eines Studiums können ganz unterschiedliche Wege führen. Nicht immer ist es leicht seinen eigenen individuellen Weg zu finden. Jeder Mensch lernt anders. Erkennt man, zu welchem Lerntyp man gehört, lassen sich Lernfrust, Stresssymptome, Prüfungsangst, Lernunlust und Studienabbrüche vielfach vermeiden. Es ist wichtig, den persönliche Lernprozess den eigenen Neigungen entsprechend zu gestalten. Nur wer seine Präferenzen beim Lernen kennt, kann seinen Lernprozess optimieren und für sich klären: “Wie lerne ich richtig?”

Der Lerntyp gibt an, mit welchem Sinnesorgan der Lernende bevorzugt die neuen Informationen aufnimmt. So unterscheidet man zwischen dem visuellen, dem auditiven und dem motorischen Lerntyp.  Folgende Besonderheiten zeichnen die einzelnen Lerntypen aus:

Visueller Lerntyp:

Der visuelle Lerntyp nimmt Informationen vorwiegend über die Augen auf. Er bevorzugt vor allem Lesen und graphische Darstellungen. Gerne werden wichtige Textstellen mit Textmarkern hervorgehoben oder unterstrichen. Ihm helfen oft einzelnen Zeichnungen oder Skizzen komplizierte Zusammenhänge einfach dargestellt besser zu verstehen. Visuelle Signale wie Bewegung, Form und Farbe werden gut im Gedächtnis behalten. Der visuelle Lerntyp erinnert sich besonders an das, was er selbst gelesen und gesehen hat. Zu seinen Hilfsmitteln gehören Bücher, Grafiken,  Mind Maps, Lernposter und Lernkarteien

Auditiver Lerntyp:

Der auditive Lerntyp nimmt Informationen bevorzugt mit den Ohren auf. Er hört gerne zu. Stoff lässt sich für ihn leichter merken, wenn der Text beim Lesen mitgesprochen wird, damit sich Inhalt, Klang und Melodie des Lernstoffs besser einprägen. Der auditive Lerntyp kann gewöhnlich sehr gut auswendig lernen, mündliche Prüfungen und Kommunikation gehören zu seinen Stärken. Zu seinen bevorzugten Hilfsmitteln gehören Audio-CDs und Kassetten.

Motorischer Lerntyp:

Der motorische Lerntyp lernt besonders leicht, wenn er selbst etwas machen kann. Er muss die Dinge ausprobieren, aktiv Gestalten,  Experimentieren und selbständig Lösungen herausfinden. Zudem liebt dieser Lerntyp Gespräche mit anderen. Der Lernstoff lässt sich für ihn am besten verinnerlichen, wenn dieser in Form von Fragen und Rätseln präsentiert wird.

Motorische Lerntypen können selten über einen längeren Zeitraum ruhig sitzen und konzentriert arbeiten. Er muss sich bewegen, da er sonst unruhig wird. Hilfreich für den motorischen Typ sind Kaugummi-Kauen und Herumgehen während des Lernens.

Nutzen der Lerntypenunterteilung:

Zum einen fördert dies das Bewusstsein, dass nicht jeder Mensch gleich lernt und zum anderen hilft die Erkenntnis jedem Einzelnen zu überprüfen, ob er auch wirklich nach der für ihn geeignetsten Lernform bisher vorgegangen ist. Neue Lernmethoden können ausgetestet werden und den Zugang zu weiterem Wissen verstärken.

Daher der generelle Tipp:

Wenn Du denkst “Das geht einfach nicht in meinen Kopf”, dann verpacke die Informationen so, dass Dein bevorzugter Eingangskanal sie aufnehmen kann!

Hat man lange Zeit mit Hilfe vieler Karteikarten recht erfolglos gelernt, so kann der Versuch ein Schaubild zu erstellen, um das Thema zu visualisieren vielleicht zu nachhaltigerem Erfolg führen. Wer erkennt zu den auditiven Lerntypen zu gehören, kann sich Definitionen, die er sich bisher nicht merken konnte, auf Band sprechen und regelmäßig abhören.

Im Internet lassen sich diverse Lerntypentests finden, mit deren Hilfe man seinen Lernstil selbst besser einschätzen kann. Anschließend können Tipps den Neigungen entsprechend zusammengestellt werden, um einen individuellen Weg zu einem erfolgreichen Prüfungsabschluss zu finden.

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