Lernerfolge mit Hilfe der Kinesiologie

Die Kinesiologie (Kinesis = Bewegung / Logos = Lehre) geht davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Kommt es im Körper zu einem Muskelungleichgewicht, so können oft die rechte und die linke Gehirnhälfte nicht optimal zusammenarbeiten. Die Folge: eine Gehirnhälfte schaltet regelrecht ab. Dies führt dazu, dass die Konzentrations- und Merkfähigkeit nachlassen. Schon der Volksmund kennt die Redewendung: „Er hat abgeschaltet“. Damit ist gemeint, dass nicht das ganze Gehirn aufmerksam ist.

Beide Gehirnhälften haben ganz unterschiedliche Aufgaben. Die linke Gehirnhälfte ist hauptsächlich analytisch, nimmt die Dinge Schritt für Schritt auf, ist kritisch und urteilend. Es ist das so genannte Versuchsgehirn. Die rechte Gehirnhälfte für sich genommen ist kaum mehr als ein Reflexgehirn. Sie empfängt Informationen durch die Sinnesorgane, ist jedoch selbst unfähig, diese auszudrücken oder kreativ zu nutzen. Die Fähigkeit des Reflex- oder auch Gestaltgehirns – sein Erinnerungsvermögen, seine Intuition und das Wissen um die Dinge- können erst vermittelt über das linke Gehirn voll zur Wirkung gelangen.
Dies verdeutlicht, dass, um erfolgreich und leicht lernen zu können, beide Gehirnhälften gut zusammen arbeiten müssen. Der Lernende muss die Mittellinie überqueren können.
Schon mit leichten kinesiologischen Übungen kann die Konzentration und Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst werden. Bestimmte Bewegungen können unser Wohlbefinden und unsere Denkleistungen verbessern. Mit Hilfe einfacher Überkreuzbewegungen werden beide Gehirnhälften gleichzeitig stimuliert und miteinander verbunden. Eine einfache kinesiologische Übung ist das Heben der jeweils gegenüberliegenden Gliedmaßen. Heben Sie gleichzeitig das linke Bein und Ihren rechten Arm an, senken Sie sie wieder und heben Sie dafür das rechte Bein und den linken Arm an.

Testen Sie sich einmal selber aus: Laufen Sie auf der Stelle und lassen Sie Ihre Arme mitschwingen. Schwingt auch der rechte Arm mit, wenn Sie das rechte Bein heben? Dann befindet sich Ihr Gehirn im Ungleichgewicht. Versuchen Sie die Übung erneut, indem Sie den rechten Arm und das linke Bein zusammen schwingen, danach umgekehrt. Haben Sie damit starke Schwierigkeiten, dann erklärt dies auch viele Misserfolge beim Lernen. Durch regelmäßiges Üben lässt sich schnell wieder ein Gleichgewicht herstellen. Unterbrechen Sie das Lernen immer wieder für diese Übungen, um nachhaltig die Konzentration zu fördern.

Durch diese Überkreuzbewegung aktivieren Sie gleichzeitig Ihre beiden Gehirnhälften, was das Lernen positiv unterstützt.

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